Die von der Interessengemeinschaft elektronische Medien IGEM und die Publica Da-ta AG in allen Landesteilen der Schweiz durchgeführte KommeTech-Studie belegt: Die digitale Aufrüstung der schweizeri-schen Haushalte geht in hohem Tempo weiter. Ein schlagendes Beispiel dafür ist das Handy, das sich immer stärker zu einem mobilen Kommunikations- und Unterhaltungstool entwickelt. So benutzten in der deutschen Schweiz vor Jahresfrist erst knapp ein Drittel der Leute ein Gerät mit eingebauter Organizer-Funktion. Dieses Jahr war es schon fast die Hälfte. Der Anteil der Geräte mit einer Breitbandverbindung (GPRS oder UMTS) hat sich um rund einen Drittel auf 40 Prozent erhöht. Sogar verdoppelt hat sich der Anteil von Telefonen mit Kamera (auf 35%) und derjenige von Geräten mit Radio-Empfangsteil (auf 19%). Der Anteil der Handys mit eingebautem MP3-Player hat sogar um mehr als das dreifache zugenommen. Mit zehn Prozent liegt der Wert aber immer noch tief. Bei der Nutzung dieser Gadgets zeigen sich allerdings unterschiedliche Trends. Vor allem für junge Leute im Alter zwischen 15 und 24 Jahren wird aus der Handy-Kamera immer mehr ein Kamera-Handy. Beim Fotografieren ist der Anteil von einem Fünftel auf einen Drittel angestiegen. Die 2004 noch nicht einmal abgefragte Funktion "Videos machen" wird immerhin bereits von fast 14 Prozent genutzt.
Aufgerüstet wird auch im Bereich der Unterhaltungselektronik. So hat der MP3-Player vor allem bei den Jungen einen Siegeszug angetreten und seinen Anteil auf über 40 Prozent verdoppelt. Über ein Viertel aller MP3-Player von jungen Leuten enthalten zudem ein Radio-Empfangsteil. In diesem Zusammenhang steigt auch die Bedeutung des Computers für den Download von Musik. Ein Drittel aller Leute nutzt ihn als Tonaufnahmegerät, bei den Jungen sind es sogar genau die Hälfte. Bei den Abspielgeräten kommt der DVD-Player inzwischen schon bald auf die gleiche Verbreitung wie der gute alte VHS-Videoredorder. Bei den Aufnahmegeräten hat sich die Zahl der DVD-Recorder fast verdoppelt. Glatt vervierfacht hat sich die Zahl der Festplattenrecorder. Mit 3,3 Prozent ist ihr Anteil aber immer noch marginal. Allerdings hat sich der Wert bei den Jungen um das achtfache auf fast sieben Prozent erhöht. Zugenommen hat auch die Anzahl Personen, die zuhause einen Internetanschluss haben. Inzwischen sind bereits über 80 Prozent der Haushalte mit Bewohnern im Alter von 15 bis 24 Jahren vernetzt -- davon gegen drei Viertel mit einem Breitbandanschluss. In der Gesamtbevölkerung sind knapp zwei Drittel vernetzt, davon rund 60 Prozent mit Breitband.