Rebellen greifen Medien im Jemen an

Human Rights Watch - Die Miliz habe Journalisten festgenommen und misshandelt.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat die schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen für zahlreiche Angriffe auf Journalisten und Medien verantwortlich gemacht.

In den vergangenen Wochen hätten willkürliche Festnahmen und Gewalt gegen Journalisten durch die Miliz zugenommen, erklärte HRW am Montag. Seit Januar seien zudem drei Redaktionen gestürmt worden. Aber auch andere Gruppen hätten Medienvertreter angegriffen.

Die verschlechterte Sicherheitslage bringe die Medien in dem Land in Gefahr, erklärte der HRW-Arabien-Spezialist Joe Stork.

Im Jemen herrschen seit Jahren politisches Chaos und Gewalt. Die Huthi-Rebellen waren seit dem Sommer auf Sanaa vorgerückt, im Januar übernahmen sie mit der Einnahme des Präsidentenpalastes die Kontrolle über die Hauptstadt. Der Präsident floh Ende Februar in die südliche Küstenstadt Aden.

Nach den Selbstmordanschlägen der sunnitischen Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) auf von den schiitischen Huthi besuchte Moscheen war die Lage am Wochenende weiter eskaliert. (sda)