Während der Corona-Pandemie drängte sich eine Szene an die Öffentlichkeit, die lange völlig untergetaucht war: die Schweizer Rechtsradikalen. Der Höhepunkt dieser Entwicklung zeigte sich im Januar 2022. Rechtsextreme versuchten gemäss einer Mitteilung eine Corona-Demonstration in Bern zu kapern und setzten sich öffentlichkeitswirksam an deren Spitze. Rund 2000 Teilnehmende seien ihnen ahnungslos gefolgt.
Diese und weitere Szenen hielten die vier Tamedia-Journalisten Kurt Pelda (seit Februar 2022 für die Weltwoche tätig), Nicolas Fäs, Boris Gygax und Adrian Panholzer mit der Kamera fest, wie es weiter heisst. Über ein Jahr recherchierten und filmten sie teilweise verdeckt. Daraus entstand eine 37-minütige Filmdokumentation, die ein bisher geheimes rechtsextremes Netzwerk aufdeckt. Dieses erstrecke sich durch die ganze Schweiz bis ins Ausland.
Die Recherche führte die Journalisten gemäss Mitteilung auf entlegene Bauernhöfe in den Emmentaler Alpen, wo geheime Treffen mit den wichtigsten Vertretern der nationalen und internationalen rechtsextremenen Szene stattfanden. Der Dokfilm zeige zudem, wie sich die Szene im Internet austausche und organisiere. Dank der Durchforstung «unzähliger Social-Media-Profile und Messenger» hätten die Journalisten einzelne, wichtige Akteure identifizieren und deren Verbindungen erstmals aufzeigen können.
Die Recherche mit weiterführenden Interviews und Einordnungen ist ab sofort auf den Deutschschweizer Newsplattformen von Tamedia verfügbar. (pd/tim)

