Gross war das Entsetzen, als im Oktober 2017 die maltesische Journalistin Daphne Caruana Galizia durch eine Autobombe getötet wurde (persoenlich.com berichtete). Eine Gruppe von 18 internationalen Medien, darunter der «Tages-Anzeiger», setzten die Recherchen der Journalistin fort – unter dem Namen «Daphne-Projekt». Nun wird klar: Ein Teil der Recherchen von Caruana Galizia führten auch in die Schweiz.
Caruana Galizia legte sich während ihrer Recherche auf Malta mehrmals mit der Pilatus-Bank an, einem kleinen Geldinstitut mit lediglich 130 Privatkunden. Die Recherchen aus dem «Daphne-Projekt» zeigen, dass die Bank Schweizer Wurzeln hat und zu den Kunden auch die Herrscher-Elite des autoritär geführten Staates Aserbeidschan gehörte, heisst es im Tagi.
Der Pilatus-Bank-Gründer, der Iraner Ali Sadr, wurde vor einigen Wochen in den USA verhaftet. Der Verdacht lautet auf Geldwäscherei und Sanktionsbruch. (cbe)