Ein Streitgespräch mit Christian Wulff ist die Titelgeschichte der aktuellen Ausgabe des deutschen Nachrichtenmagazins "Der Spiegel". Darin kritisiert er die deutschen Medien - von denen er grundsätzlich viel hält - scharf und fordert ein stärkeres Eingreifen des Presserats.
Die Medien hätten viel Macht und müssten sich immer wieder fragen, ob sie damit auch verantwortungsbewusst umgingen. Wulff beklagt vor allem "die Verrohung des Diskurses, diese ganze Häme, mit Diffamierung und Denunziationen". Die Regularien des Presserates müssten überdacht werden, um Auswüchse strenger ahnden zu können.
So sei ein Zerrbild seines Charakters gezeichnet und Niederträchtigkeiten geschrieben worden, meint Wulff. Er sei einigen mächtigen Medienschaffenden zu unbequem geworden, glaubt er, unter anderem wegen seiner Äusserung, dass der Islam zu Deutschland gehöre, und wegen seiner Kritik an Banken und katholischer Kirche. (lmy)
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