Swissinfo, der Auslanddienst der SRG, streitet sich mit einem seiner ehemaligen Manager um die Internetseite swissinfo.org. Der inzwischen freigestellte Mann hatte die Seite vor seiner Einstellung auf seinen Namen registrieren lassen.
Die SRG habe einen allfälligen Verkauf der Adresse mittels einer superprovisorischen Verfügung zu verhindern versucht, bestätigte SRG-Sprecher Daniel Steiner am Montag einen Bericht der "Neuen Zürcher Zeitung". Ein Berner Gericht habe dies zwar abgelehnt und den Mann angehört. Aber bis Ende Jahr dürfe er nun mit der Adresse "nichts machen".
Aus dem Urteil geht hervor, dass sich der Besitzer der Domain von sich aus verpflichtet hat, bis zum Ablauf des Arbeitsverhältnisses Ende 2007 die unentgeltliche Nutzung des Domainnamens durch die SRG zu dulden.
Die SRG wolle sich die Rechte an swissinfo.org sichern, sagte Steiner weiter. Priorität habe eine Einigung mit dem Besitzer. Falls dies nicht gelinge, sei auch ein rechtliches Vorgehen nicht ausgeschlossen. swissinfo.org ist nicht die erste Internetseite, um die ein Rechtsstreit entbrennt: Die Adresse schweiz.ch etwa hatte sich ebenfalls eine Privatperson gesichert. Nach einem langen Zwist bezahlte ihm der Bund 50 000 Franken für die Domain. (sda)