Seit Anfang Mai ist Colette Gradwohl Chefredaktorin des Landboten. Sie steht der Redaktion einer Regionalzeitung vor, die einem tiefgreifenden Relaunch unterzogen wurde. Im Interview mit dem Medienmagazin Klartext zeigt sich die 49-Jährige davon überzeugt, dass nach einer Phase, in der viel Unruhe herrschte, nun der Grossteil der Redaktion hinter der Neulancierung der Zeitung steht und "eigentlich gut findet, was hier läuft". Die Redaktion habe sich auf den Neuanfang gefreut: "In diesem halben Jahr ist (...) extrem viel passiert, extrem viel neu auf die Beine gestellt worden. Die Leute waren zwar müde von dieser Anstrengung, aber durchaus motiviert", so Gradwohl.
Für die Arbeit von Sacha Wigdorovits Contract Media und deren Mitarbeiter Rolf Leeb, der vor Gradwohl als interimistischer Chefredaktor amtete und die Entwicklung des neuen Landboten entwickelte, findet sie nur lobende Worte: "Rolf Leeb hat sehr gute Arbeit geleistet, er hat sehr vieles neu aufgleisen können. Ich bin ihm extrem dankbar." Die neue Chefredaktorin glaubt, dass sich im vergangenen halben Jahr ein Grundverständnis der Zeitung herauskristallisiert hat. Das Gärtchendenken sei aufgebrochen worden, auch weil die Redaktorinnen und Redaktoren sehen würden, dass die übergreifende zusammenarbeit viel mehr möglich mache. Auf der anderen Seite sei jedoch die Belastungssituation innerhalb der Redaktion relativ gross.