Redaktionelle Kooperation mit der FAZ

NZZ - Korrespondenten In Japan und Russland für beide Titel tätig.

Die Neue Zürcher Zeitung und die Frankfurter Allgemeine Zeitung haben in der Wirtschaftsberichterstattung aus Russland und aus Japan eine Kooperation beschlossen. In Moskau wird der NZZ-Korrespondent auch für die FAZ tätig sein, umgekehrt bezieht die NZZ Berichte vom Japan-Korrespondenten der FAZ. Die Zusammenarbeit sei so ausgelegt, dass sie den Leserinnen und Lesern eine dichte und vielfältige Berichterstattung aus den zwei Ländern biete, ohne dabei die spezifischen Qualitäten des jeweiligen Titels zu verwässern, schreibt die NZZ. Von der Zusammenarbeit nicht betroffen sind die seitens NZZ und FAZ bereits bestehenden Korrespondentenposten für das Politische in beiden Ländern.

Wie Markus Spillmann, Chefredaktor der NZZ, auf Anfrage von "persoenlich.com" erklärt, handelt es sich dabei um "eine auf publizistische Bereiche konzentrierte Zusammenarbeit, die sehr pragmatisch und situativ ausgestaltet ist". Eine strategische Komponente habe die Kooperation derzeit nicht.

Verlegerisch gibt es zwischen den beiden Verlagen bereits heute Formen der Zusammenarbeit, etwa beim gegenseitigen Vertrieb. Laut Spillmann haben die engen Beziehungen zwischen Zürich und Frankfurt nichts mit dem Umstand zu tun, dass mit Tobias Trevisan bei der FAZ ein früheres NZZ-Kadermitglied an der Verlagsspitze steht.