Seit Anfang Mai arbeiten Print- und Onlinejournalisten bei der "Neuen Zürcher Zeitung" nicht mehr getrennt, sondern publizieren ihre Inhalte als eine gemeinsame, "konvergente" Redaktion in Print und online. Vor rund zwei Wochen wurde die neue Website unter der Marke "Neue Zürcher Zeitung" als Beta-Version aufgeschaltet, um sie auf allfällige "Kinderkrankheiten" zu testen persoenlich.com berichtete). Jetzt wurde vollständig auf die neue Version umgestellt.
Meinung & Debatte prominent positioniert
Mit der Umstellung beginnt für die NZZ ein neues Zeitalter: Künftig werden sämtliche Inhalte digital und über alle gängigen Endgeräte verfügbar sein. Kernstück ist die neu gestaltete Website unter der Marke "Neue Zürcher Zeitung" modern, aufgeräumt und mit mehr Inhalt.
Die laufend aktualisierte Website enthält noch mehr Informationen in gewohnter NZZ-Qualität. Das Layout ist aufgeräumter, moderner und luftiger. Die Struktur von NZZ.ch orientiert sich verstärkt an den Ressorts der Zeitung. Neu sind auch Inhalte, die bisher nicht oder nur unregelmässig online zu finden waren, etwa "Meinung & Debatte", prominent vertreten.
Schrittweise zur Paywall
In den kommenden Wochen können alle Besucher sämtliche Artikel auf NZZ.ch kostenlos lesen und erhalten so die Gelegenheit, die Inhalte der "Neuen Zürcher Zeitung" kennenzulernen. Die bereits angekündigte Bezahlschranke (Paywall), wird in mehreren Etappen aufgeschaltet: Derzeit werden die Abonnenten von Zeitung und E-Paper schriftlich über die neuen Funktionen orientiert, da sich für sie nichts ändert. In einem zweiten Schritt, der für den Sommer vorgesehen ist, werden Online-Stammleser gebeten, sich zu registrieren. Im Herbst wird die "gestaffelte Bezahlpflicht" eingeführt: Nach einer gewissen Anzahl frei lesbarer Artikel im Monat werden die registrierten Nutzer eingeladen, Abonnenten zu werden, um weiterlesen zu können. Wie auch bei den internationalen Vorbildern werden einige Inhalte wie Übersichtsseiten, Wetter usw. und auch einige Nutzungsarten wie die Verlinkung via Social Media nicht zum "Seitenkontingent" zählen. Das Jahresabonnement für alle digitalen Produkte (ohne NZZaS), also inkl. E-Paper und Webpaper, wird total 428 Franken kosten.
Webpaper für online-affine Leserschaft
Bereits am 22. Mai 2012 wurde das Webpaper lanciert, welches das traditionelle E-Paper-Angebot ergänzt. Das neue Webpaper wird nun auch den Ansprüchen von online-affineren Leserinnen und Lesern gerecht. Es enthält täglich die komplette Zeitung (NZZ und NZZaS), neu aber nicht im Original-Layout, sondern dargestellt wie eine Website. Damit werden die Zeitungen auf allen Smartphones und Plattformen verfügbar. Das Webpaper ist wie das E-Paper allen Abonnenten zugänglich.
Personelle Beförderungen und Mutationen
Die Konvergenz-Strategie hat mehrere Personalwechsel zur Folge. So wird zum Beispiel Luzi Bernet zum Stellvertretenden Chefredaktor der "Neuen Zürcher Zeitung". Weiteres lesen Sie auf www.nzz.ch. (pd)