01.07.2019

Wissenschaftsjournalismus

Redaktionen brauchen Experten-Kompetenz

«Die Rolle der Wissenschaftsjournalisten ist wichtiger denn je», sagt Bundesrätin Simonetta Sommaruga. Zum Auftakt der Weltkonferenz für Wissenschaftsjournalismus in Lausanne unterstrich die Medienministerin den wichtigen Beitrag, den die Berichterstattung über Wissenschaft für die Demokratie leitet.

«Die Ausübung der Demokratie ist auch abhängig von der Arbeit von Wissenschaftsjournalisten. Umso mehr, wenn der Präsident einer Grossmacht alles als 'Fake News' bezeichnet, was ihm nicht passt», sagte die Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) gemäss Redetext. Sie sprach am Montag am Eröffnungsanlass der Weltkonferenz für Wissenschaftsjournalismus (WCSJ) im Swiss Tech Convention Center auf dem Campus der ETH Lausanne (EPFL), wo sich bis Freitag rund tausend Wissenschaftsjournalisten und Kommunikationsexperten treffen.



«In Europa ist das öffentliche Interesse an wissenschaftlicher Forschung und technologischen Entwicklungen grösser als am Sport», bemerkte Sommaruga und lud Redaktionen und Medienmanager dazu ein, entsprechend zu handeln.

Es braucht spezialisierte Journalisten

Es sei notwendiger denn je, der Bevölkerung die Herausforderungen im Zusammenhang mit technologischen Entwicklungen zu erklären und in den Redaktionen spezialisierte Journalisten zu haben, die «in der Lage sind, Fakten von Fiktion zu unterscheiden», so Sommaruga.

Vor dem Eröffnungsanlass traf die Bundesrätin am Nachmittag die französische Ministerin für Hochschulbildung, Forschung und Innovation, Frédérique Vidal, die ebenfalls an der Eröffnung der WCSJ in Lausanne teilnahm. An dem schweizerisch-französischen Treffen zur Zusammenarbeit im Hochschul-, Wissenschafts- und Technologiebereich nahm auch die Staatssekretärin für Bildung, Forschung und Innovation, Martina Hirayama, sowie die wichtigsten Rektoren und Leiter französischer und Schweizerischer Hochschulen teil.

In diesem Rahmen wurde auch eine Kooperationsvereinbarung der französischen Raumfahrtagentur CNES und des Swiss Space Office unterzeichnet. Das Kooperationstreffen findet alle zwei oder drei Jahre statt und wird abwechselnd von der Schweiz oder Frankreich organisiert. (sda/eh)



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