Reformvorschläge für Presserat

Roger Blum - Verleger sollen in Stiftungsrat aufgenommen werden.

Roger Blum, Medienwissenschafter und Präsident des Presserates von 1991 bis 2001, hat in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) Reformvorschläge für den Presserat formuliert. Es sei höchste Zeit, dass die Verleger in den Stiftungsrat des Presserates aufgenommen würden, so Blum. In Sachen Medienethik müssten Verleger und Medienschaffende dieselben Interessen vertreten. Deshalb sei es unverständlich, so Blum, dass sich einzelne Stiftungsräte gegen den Einbezug der Verleger wehren.

Ein weiteres Anliegen Blums ist die öffentliche Diskussion. Der ethische Diskurs müsse öffentlich geführt werden und öffentlich überprüfbar sein, schreibt Blum in der NZZ. Die Konflikte zwischen Mediennutzern und Medienmachern müssten öffentlich sichtbar ausgetragen werden. Sie seien für die heutige Gesellschaft typisch: Es gehe um Konflikte zwischen allgemeinem und individuellem Interesse. Dies bedeute, dass die Kammern des Presserates ihre Sitzungen dem Publikum öffnen müssten.