Regionalausgabe "Neue Schwyzer Zeitung" eingestellt

Neue Luzerner Zeitung - Damit endet 137-jähriger Konkurrenzkampf mit dem "Boten der Urschweiz".

Am 31. Dezember 2013 ist die "Neue Schwyzer Zeitung" zum letzten Mal erschienen. Die Regionalausgabe der "Neue Luzerner Zeitung" verschwindet aus wirtschaftlichen Gründen vom Markt. Damit endet im Kanton Schwyz ein rund 137 Jahre dauernder Konkurrenzkampf mit dem "Boten der Urschweiz".

In der Nacht auf den 31. wurde die letzte Ausgabe der "Neuen Schwyzer Zeitung" gedruckt. In der mit vielen Bildern gestalteten Endausgabe verabschieden sich die Redaktoren unter anderem mit persönlichen Anekdoten von der Leserschaft.

Ein Exemplar der letzten Ausgabe will das Redaktionsteam im Januar 2014 vakuumverpackt in einem Plastikrohr in der Nähe der Redaktion in Schwyz vergraben, wie Redaktionsleiter Harry Ziegler auf Anfrage sagte.

Acht Mitarbeiter betroffen
Vom Aus der Zeitung betroffen sind acht Angestellte. Fünf davon wechseln in andere Redaktionen. Ein Mitarbeiter wird frühpensioniert. Zwei weitere Angestellte wechseln den Beruf, darunter Bestsellerautorin Blanca Imboden ("Wandern ist doof"). Das Sekretariatsmitglied ist ab 2014 für die Schwyzer Seilbahn Morschach-Stoos tätig.

Die Regionalzeitung wurde 1876 unter dem Namen "Schwyzer Zeitung" gegründet und von der Druckerei Schwyzer Zeitung AG herausgegeben. 1989 wurde sie vom Luzerner "Vaterland" übernommen. Von 1996 bis 2013 erschien die Zeitung unter dem Namen "Neue Schwyzer Zeitung" als Regionalausgabe der "Neuen Luzerner Zeitung".

Herausgeberin spannt mit Konkurrenz zusammen
Die Einstellung sei betriebswirtschaftlich motiviert, schreibt Chefredaktor Thomas Bornhauser in der letzten Ausgabe auf der Frontseite. Die Grössenunterschiede zwischen der "Neuen Schwyzer Zeitung" und dem Konkurrenten "Bote der Urschweiz" seien auf Dauer zu gross gewesen.

Die Auflage der "Neuen Schwyzer Zeitung" lag gemäss letzten WEMF-Erhebungen bei rund 3200 verbreiteten Exemplaren. Der "Bote der Urschweiz" erscheint gemäss eigenen Angaben mit knapp 15'800 Exemplaren. Nach der Einstellung des Ablegers in Schwyz spannt die "Neue Luzerner Zeitung", die zur NZZ-Mediengruppe gehört, künftig mit dem "Boten der Urschweiz" von
Verleger Hugo Triner zusammen. Zuvor hatte der "Bote" 16 Jahre mit der Südostschweiz-Verlagsgruppe in Chur zusammengearbeitet.

Die "Neue Luzerner Zeitung" beliefert künftig den "Boten der Urschweiz" vor allem mit überregionalen Meldungen und Sportnachrichten. Auch in der Regionalberichterstattung tauschen die Redaktionen Beiträge untereinander aus. Der "Bote der Urschweiz" erscheint seit dem 3. Januar in einer neuen Aufmachung. (sda)