Reichweite der Zeitungen leicht rückläufig

Deutschland - Zeitungslesen auch bei jüngeren Zielgruppen verbreitet.

Die deutschen Printmedien können ihre Reichweiten auf relativ stabilem Niveau halten. Wie die aktuellen Zahlen der ma 2008 Pressemedien II der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (ag.ma) zeigen, haben die Zeitschriften im Vergleich zu den vorhergehenden Erhebungen ihre Reichweiten sehr konstant gehalten, die Zeitungen leicht verloren.

Auf dem Zeitschriftenmarkt verzeichneten 79 der erfassten Titel eine Steigerung, 80 entwickelten sich rückläufig und 13 Titel hielten ihre Werte gegenüber der ma 2008 Pressemedien I. Die Reichweite der Tageszeitungen ging insgesamt im Vergleich zu 2007 um 0,8 Prozent zurück.

Die Gesamtreichweite aller Zeitungen liegt derzeit bei 72,4 Prozent -- erfasst wurden Leser ab 14 Jahren. Laut ag.ma ist das Zeitungslesen auch bei jüngeren Zielgruppen nach wie vor verbreitet. Über die Hälfte der 14- bis 29-Jährigen greift zur Tageszeitung.

Im Durchschnitt lesen die Deutschen pro Erscheinungsintervall mehr als 250 Mio. Zeitschriften. Auf die Grundgesamtheit der Bevölkerung gerechnet sind das im Schnitt vier Titel pro Person. Die stärksten Zuwächse verzeichneten zuletzt die Bereiche Elternzeitschriften, Do-it-yourself, Lifestylemagazine sowie Tierzeitschriften. Verluste mussten vor allem die Musik- und Jugendzeitschriften hinnehmen. (pte)