Reisejournalistin Britta Stuff gewinnt Nachwuchspreis

Graubünden - Für Hotel-Reportage in "Welt am Sonntag" ausgezeichnet.

Mit einem ungewöhnlichen Blick hinter die Kulissen des St. Moritzer Luxushotels Kempinski gewann die Berlinerin Britta Stuff den 9. Graubünden Nachwuchspreis für Reisejournalisten. Die Plätze zwei und drei belegen der Basler Andreas Schneitter und Anne Lemhöfer aus Frankfurt. Die Preisträger wurden am vergangenen Samstag der Burg Riom bei Savognin für ihre Arbeit ausgezeichnet.

Auf den ersten Platz schaffte es eine Reportage über die Zimmermädchen im 5-Stern-Hotel Kempinski in St. Moritz. Mit ihrer in der "Welt am Sonntag" publizierten Reportage "Die Unsichtbaren" landete die Berlinerin Britta Stuff (28) in der Gunst der Jury zuoberst. Ihre Arbeit wurde mit 2'000 Franken honoriert.

Britta Stuff tue, was kaum je ein Reiseautor wage, sagte Jury-Mitglied und Laudator Peter Linden bei der Preisverleihung. "Wo ihre verwöhnten Kollegen allzu gerne 'die Seele baumeln lassen' und sich vor lauter Verwöhntwerden hoffnungslos in Klischees verlieren, arbeitet sie einige Tage lang als Zimmermädchen und beobachtet sehr sensibel wie ihre Kolleginnen und sie selbst langsam zu Schattenwesen werden. ", so Peter Linden weiter.

Lorbeeren gab es auch für den 29-jährigen Basler Andreas Schneitter, der seinen Text "Der entschwundene Alberto" im Kulturmagazin der "Basler Zeitung" veröffentlichte. Schneitter machte sich auf die Spuren des Bündner Künstlers Alberto Giacometti und konnte für seine Reportage den 2. Preis im Wert von 1'000 Franken entgegennehmen.

Eine weitere Hotel-Geschichte präsentierte der Jury die Drittplatzierte, Anne Lemhö-fer (29) aus Frankfurt, die in der "Frankfurter Rundschau" publizierte. Lemhöfer begleitete Architekt Mario Botta bei der Eröffnung seines neuen Luxus-Spa im 5-Stern-Hotel Tschuggen in Arosa.

Die Preisträger 2007 (v.l.): Andreas Schneitter (2. Platz), Britta Stuff (1. Platz) und Anne Lemhöfer (3. Platz)