Reorganisation bei der Berner Wochenzeitung "Bernerbär"

Tamedia - Ein Drittel der Belegschaft verliert ihre Stelle. Der Chefredaktor geht anfangs 2016.

Der "Bernerbär" rückt organisatorisch näher an die "Berner Zeitung". Der Verlag der Berner Wochenzeitung wird in die Vermarktungsorganisation von Espace Media unter der Leitung von Robin Tanner integriert, schreibt Tamedia in einer Mitteilung.

Ziel der Neuorganisation sei ausserdem ein verstärkter Austausch innerhalb der BZ-Familie in den Themenbereichen Kultur-, Event- und Peopleberichterstattung. Das hat auch personelle Folgen: "Der gleiche Journalist arbeitet sowohl für die 'Berner Zeitung' als auch für den 'Bernerbär'", sagt Tamedia-Sprecher Michele Paparone gegenüber persoenlich.com.

Die Wochenzeitung werde jedoch als eigenständiger Titel weitergeführt, betont Paparone. Trotzdem kommt es mit der Reorganisation voraussichtlich zum Abbau von fünf Stellen in Redaktion und Verlag, was einem Drittel der gesamten Belegschaft entspricht. Für sämtliche Betroffene komme ein begleitender Sozialplan zur Anwendung, teilt Tamedia mit.

Der Chefredaktor der Wochenzeitung, Jean-Claude Galli, gibt die redaktionelle Verantwortung im ersten Quartal 2016 ab und wird das Unternehmen verlassen. Galli war bereits von 2000 bis 2007 beim "Bernerbär" tätig und dann wieder ab 2010. Seit März 2012 leitete er die Redaktion. Eine Nachfolge ist noch nicht bestimmt.

Das Gratisblatt "Bernerbär" erscheint seit den frühen 1980-er Jahren und widmet sich insbesondere dem lokalen Boulevardjournalismus. Events, People-Geschichten und News aus der Berner Gerüchteküche machen einen Gutteil des Blattes aus. Das Blatt versteht sich als unterhaltender Begleiter für alle Altersgruppen. (ruh/sda)