Vergangene Woche hat der scheidende Fernsehdirektor Peter Schellenberg in einer "persönlich"-Kolumne, welche auch auf "persoenlich.com" erschien, die Journalisten Urs Paul Engeler (Weltwoche), Balts Livio (NZZ) sowie Roger Schawinski als "Pissnelken im Zürcher Mediensumpf" bezeichnet. In seiner Weltwoche-Kolumne "Mailbox" repliziert nun "Schawi".
Der "Rundumschlag" habe weitherum Besorgnis über die Befindlichkeit von Schellenberg ausgelöst, so Schawinski. "Schälli" habe eine freudianische Hauptthese bestätigt, wonach man bei anderen vor allem das kritisiere, was man als eigene Schwäche nicht wahrhaben wolle. So habe der Noch-Chef des Schweizer Fernsehen "zum wiederholten Mal" seine eigene Aussage zitiert, Schawinski sei ein "unanständiger Mensch", mit dem er "nie mehr etwas zu tun haben" möchte.
Den zweiten Teil dieser Aussage dementiere Schellenberg gleich selber mit einer ausführlichen Zusammenfassung der Höhepunkte von Schawinskis Arbeit, die er "offenbar lückenlos verfolgt" habe, so der Radio-24-Gründer. Zudem könne jemand, der kritische Journalisten als "Pissnelken" bezeichne, kaum als höflicher, zurückhaltender, analytischer Mensch beschrieben werden.
Im weiteren falle Schellenbergs Vorwurf der fehlerhaften Recherche auf ihn selber zurück, so Schawi. Denn das "einzige Faktum deiner Kampfschrift", die Datierung des "abschliessenden Urteils" über den einstigen Konkurrenten, liege sechs Jahre daneben.