Reporter ohne Grenzen erheben Vorwürfe gegen Iran

Pressefreiheit - Regierung geht vor Wahlen gegen Journalisten vor.

Die Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen hat der iranischen Regierung vorgeworfen, im Vorfeld der Präsidentenwahl im Juni gezielt gegen Journalisten vorzugehen. Wie die Organisation am Mittwoch in New York mitteilte, seien allein in den vergangenen zwei Wochen in Teheran 15 Journalisten festgenommen worden. Dahinter stehe eine Einschüchterungstaktik der iranischen Behörden. Reporter ohne Grenzen forderte die Vereinten Nationen auf, die Vorfälle zu untersuchen.
 
Der Iran sei das "weltgrösste Gefängnis für Nachrichtenlieferanten". Insgesamt sässen 42 Journalisten und 20 Internetaktivisten in iranischen Gefängnissen. "Die Behörden machen klar, dass sie im Vorfeld der Wahlen im Juni planen, jeden Versuch der Medien zu unterdrücken, über Proteste zu berichten", sagte Delphine Halgard, Bürochefin von Reporter ohne Grenzen in Washington. "Sie wollen allen Angst machen." (sda)