12.02.2006

CIA-Affäre

Reporter ohne Grenzen kritisieren Gerichtsverfahren

Blocher soll Verfahren einstellen.

Die Organisation Reporter ohne Grenzen kritisiert die Ermittlungen gegen Journalisten des "SonntagsBlick" im Zusammenhang mit der CIA-Affäre. Sie fordert Justizminister Christoph Blocher auf, sich für eine Einstellung der Verfahren stark zu machen.

Der "SonntagsBlick" hatte anfangs Januar einen als geheim klassifizierten Fax veröffentlicht. Dieser verweist auf die Existenz geheimer Gefängnisse des amerikanischen Geheimdienstes CIA in Europa im Kampf gegen den internationalen Terror.

Reporter ohne Grenzen, eine internationale Organisation zur Verteidigung der Pressefreiheit, kritisierte am Sonntag, dass die Militärjustiz und die Bundesanwaltschaft deshalb gegen Chefredaktor Christoph Grenacher und zwei weitere Journalisten des "SonntagsBlick" ermitteln.

In einem offenen Brief wendet sich Reporter ohne Grenzen an Justizminister Christoph Blocher. Darin heisst es, die Veröffentlichung geheimer Dokumente sei zwar sehr ärgerlich. Die Schweizer Behörden dürften deshalb aber nicht Medienschaffende bestrafen, die nur ihre Pflicht erfüllten: die Öffentlichkeit zu informieren.


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