Retraite für strategische Überarbeitung im April

SF DRS - Resultate werden im Juni erwartet.

Die Geschäftsleitung von SF DRS wird sich anfangs April für zwei Tage und danach noch einen weiteren Tag zum Nachdenken zurückziehen, wie SF-DRS-Direktorin Ingrid Deltenre am Mittwochmorgen anlässlich eines Pressefrühstücks bekannt gab. Gegenstand der Retraiten sei die strategische Ausrichtung von Schweizer Fernsehen DRS.

Als wichtige Rahmenbedingung für die Überlegungen nannte Deltenre den Umstand, dass wegen des neuen RTVG und der anstehenden Digitalisierung tendenziell weniger Mittel zur Verfügung stehen werden, dabei aber grössere Ansprüche an das Programm bestünden.

Diskutiert werden müsse einerseits, welche Konsequenzen die Digitalisierung auf die Angebote von SF DRS habe, also etwa, ob man wie bisher weitermachen oder neue digitale Services anbieten wolle.

Als zweiten grossen Fragekomplex bezeichnete Deltenre alsdann die Priorisierung beim Einsatz der Programmgelder: Soll die Tagesschiene beibehalten werden, will man SF 2 stärken, was geschieht mit dem Wiederholungskonzept, wie sollen Kooperationen mit Partnern aussehen? Und letztlich auch die "wichtige Frage", was Qualität, über die sich SF DRS von der privaten Konkurrenz abheben wolle, in der konkreten Umsetzung bedeute.

Eine zentrale Frage sei überdies, für welches Publikum man produzieren wolle, ergänzte SF-DRS-"Kultur und Unterhaltung"-Chef Adrian Marthaler, um dann zu präzisieren: "Der Jugendwahn wird nicht ausbrechen."