Ringier-Beteiligung an der Neuen Luzerner Zeitung übernommen

NZZ - Ringier kehrt dem Regionalzeitungsgeschäft den Rücken.

Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) kauft den 49-Prozent- Anteil der Ringier an der Neuen Luzerner Zeitung (NLZ). Damit schliesst Ringier sein Regionalzeitungsgeschäft ab. Die NZZ hingegen baut ihre Regionalbeteiligungen aus. Die NZZ-Gruppe bringt den bisherigen Ringier-Anteil in die LZ Holding ein, wie die NLZ in einem Communiqué mitteilte. Dadurch hält die LZ Holding 100 Prozent der fünftgrössten Schweizer Tageszeitung.

Die NZZ-Gruppe beteiligt sich im Gegenzug mit 33 Prozent an der LZ Holding. Diese Beteiligung wird durch eine bereits genehmigte Aktienkapital-Erhöhung und die Aufhebung von statutarischen Stimmrechts- und Übertragungsbeschränkungen durch die Generalversammlung möglich. Der Abschluss der Verträge muss noch von der Wettbewerbskommission genehmigt werden. Über die Höhe der Kaufpreise wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Neue Luzerner Zeitung reihe sich sehr gut in die Regionalzeitungsstrategie mit Bund, St. Galler Tagblatt und den Buchs-Medien ein, sagte Beat Lauber, Leiter Regionalzeitungen bei der NZZ-Gruppe auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Bei der NLZ handle es sich um ein "gesundes, gut geführten Unternehmen in der Zentralschweiz", das die NZZ-Gruppe gut ergänze.