Ringier kann die Westschweizer Tageszeitung Le Temps übernehmen. Die Wettbewerbskommission (Weko) hatte bereits am 28. August grünes Licht gegeben, wie am Samstag bekannt wurde. Die Weko habe entschieden, keine vertiefte Untersuchung durchzuführen, sagte Weko-Sprecher Patrick Ducrey.
Er bestätigte damit einen Bericht der Freiburger Zeitung La Liberté. Die Zeitung Le Temps war im Oktober vergangenen Jahres von den beiden Besitzern, dem Tamedia- und dem Ringier-Konzern, zum Kauf angeboten worden. Beide Medienhäuser besassen jeweils einen Anteil von 46,25 Prozent.
Im April schliesslich kaufte Ringier den Tamedia-Anteil und wurde so zum Mehrheitsaktionär. Die restlichen Aktien von Le Temps teilen sich drei Parteien: Der Genfer Banquier Claude Demole besitzt drei Prozent, die Redaktion und das Personal von Le Temps 2,4 Prozent und die Societé Editrice du Monde SAS weitere 2,1 Prozent.
Wie viel Ringier für die Übernahme des Tamedia-Anteil an Le Temps bezahlt hat, ist unbekannt. Man habe keinen Schleuderpreis gezahlt, hatte der Direktor von Ringier Romandie, Daniel Pillard, im April lediglich dazu gesagt. (sda)
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Ringier erhält grünes Licht für Übernahme
Le Temps - Keine vertiefte Untersuchung der Weko.