Ringier soll "Cash"-Mitarbeiter weiterbeschäftigen

comedia/impressum - Alternativen zu Entlassungen gefordert.

Die Mediengewerkschaft comedia und impressum, der Berufsverband der Schweizer Journalisten, zeigen sich nach der Einstellung der Wirtschaftszeitung "Cash" und der Übernahme der Solothurner Vogt-Schild Holding durch die AZ Medien angesichts der angespannten Arbeitsmarktlage bestürzt. Sowohl impressum als auch comedia fordern Ringier dazu auf, auf den Abbau der 23 Stellen zu verzichten. Die betroffenen "Cash"-Mitarbeiter sollen vielmehr im Unternehmen weitergebildet oder weiterbeschäftigt werden, so die Organisationen in ihren Stellungnahmen.

Im Fall der Vogt-Schild Holding will Comedia von unabhängiger Seite feststellen lassen, welche Summe an Vorsorgegeldern für die Mitarbeitenden eingesetzt werden müsse. Zudem erwartet die Gewerkschaft, dass die AZ Medien als neue Eigentümerin, die vielen Fragen der Beschäftigten vorbehaltslos klärt.

Zudem verlangt comedia ein dringendes Krisenprogramm der öffentlichen Hand für die Branche. Die Stützungsmassnahmen seien jedoch an verschiedene Bedingungen, wie zum Beispiel die Verpflichtung der Unternehmen, die Einführung von Kurzarbeit zu prüfen oder die Beschränkung auf Verlage mit GAV, zu knüpfen.