20.02.2003

Uni Bern

"Ringier-Zeitschriften zur Nazizeit" erschienen

Band 8 der "Berner Texte zur Medienwissenschaft".

Das Institut für Medienwissenschaft der Universität Bern zeichnet für eine eigene Publikationsreihe verantwortlich -- die "Berner Texte zur Medienwissenschaft", herausgegeben von Prof. Dr. Roger Blum und Prof. Dr. Matthias F. Steinmann. Im 8. Band dieser Reihe befassen sich die Autoren Peter Meier und Nicole Gysin mit der Thematik "Ringier-Zeitschriften zur Nazizeit".

Die 30er Jahre in der Schweiz waren von Umbruch und Wandel geprägt. Von den Entwicklungen im politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeld waren auch die Zeitschriften betroffen. Wie stellten sich die Ringier-Redaktionen und -Zeitschriften zu den internationalen und nationalen Ereignissen vor und nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs? Was hatte die Bedrohungslage für Auswirkungen, wie äusserte sich die Berichterstattung zur Geistigen Landesverteidigung?

Peter Meier und Nicole Gysin zeichnen den Wandel nach, dem die Illustrierten in den bewegten 30er Jahren inhaltlich und strukturell unterworfen waren. Ein besonderes Gewicht liegt dabei auf der Politisierung der Berichterstattung unter dem Druck der Leserschaft. Erstmals liegt jetzt neben der Textanalyse auch eine Bildanalyse vor.

Michael Ringier, Verleger und Geschäftsleitungsvorsitzenden der Ringier AG, beauftragte das Institut für Medienwissenschaft der Universität Bern, eine Untersuchung durchzuführen, weil er wissen wollte, "wie es eigentlich gewesen ist". In einer qualitativ-hermeneutischen Analyse wurden nun erstmals die Ringier-Zeitschriften Schweizer Illustrierte und Sie & Er umfassend beleuchtet und auf ihre Rahmenbedingungen, Strukturen, Veränderungsprozesse und Inhalte hin untersucht. Der breitgefächerte medienhistorische Ansatz ermöglichte eine Reihe von neuen Erkenntnissen den Bereichen der Medienwissenschaft und Historiographie.


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