Ein ungewöhnlicher Fight findet momentan im Tages-Anzeiger statt. Nachdem Gewerbeverbandspräsident Hans-Ulrich Bigler in einem eigenen Kommentar die Aussagen von SRG-Generaldirektor Roger de Weck zur Änderung des Radio- und Fernsehgesetzes beanstandet hatte, schiesst dieser heute zurück. "Frei erfunden", so der Titel des de-Weck’schen-Kommentar in der heutigen Tagi-Ausgabe. De Weck bestreitet in seinem Text, dass die Radio- und Fernsehgebühren schon bald auf 1000 Franken emporschnellen werden. Im Gegenteil: Er – de Weck – habe immer kategorisch ausgeschlossen, in seiner Amtszeit eine Gebührenerhöhung zu beantragen.
Am 14. Juni wird über das neue Radio- und Fernsehgesetz abgestimmt. Danach sind praktisch alle Haushalte und Unternehmen verpflichtet, Gebühren zu bezahlen. Im Gegenzug senken sich diese für den einzelnen Gebührenzahler von 460 Franken auf 400 Franken. Der Schweizerische Gewerbeverband hatte dagegen das Referendum erhoben, da das Gewerbe befürchtet, bei Annahme der Gesetzesänderung statt 40 Millionen Franken neu 200 Millionen Franken an die SRG abliefern zu müssen (ma).
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