Am Montag treffen sich Verleger und SRG mit Medienministerin Doris Leuthard zum runden Tisch. Die Zeitungsbranche kämpft seit 2010 gegen die Ambitionen des gebührenfinanzierten Rundfunkanbieters, künftig auch im Internet werben zu dürfen. SRG-Generaldirektor Roger de Weck hat seine Konzessionen am 28. März in einem provisorischen Offertenschreiben formuliert, das der "SonntagsZeitung" vorliegt: Er hat sich bereit erklärt, die Nettoeinnahmen aus der TV-Werbung des Jahres 2011 als Richtwert für die nächsten fünf Jahre zu nehmen: Wenn zwischen 2013 und 2017 die Werbe-Einnahmen den Wert von 2011 übersteigen, soll der Überschuss in die Multimedia-Ausbildung von Journalisten fliessen. Weiter habe De Weck zehn Punkte zur Selbstbeschränkung der SRG vorgeschlagen. Dazu gehören eine Obergrenze der Online-Texte auf 1450 Zeichen oder Verlinkungen auf der SF-Homepage mit Inhalten der Presse. Er will zudem Audio- und Videoinhalte der SRG der Schweizerischen Mediendatenbank SMD zu Verfügung stellen und den Verlegern die "kostengünstige" Mitbenutzung der SRG-Tochter TXT ermöglichen, welche Logistikdienstleistungen erbringt. ("SonntagsZeitung")
Roger de Weck macht Vorschlag im Online-Streit
SRG - Am Montag treffen sich die Parteien mit Bundesrätin Leuthard.