Die SRG-Generaldirektion hat neu nur noch sieben Mitglieder. Bis anhin hatte sie neun Mitglieder und vier zusätzliche "Teilnehmer". Im Zuge der Konvergenz von Radio und TV hat der Verwaltungsrat die neue Struktur auf Antrag des neuen Generaldirektors Roger de Weck beschlossen. Nur noch "fachspezifisch beigezogen" würden künftig die vier bisherigen "Teilnehmer" der Geschäftsleitung: Gérard Tschopp, Thomas Waldmeier, Rainer Keller und Max Gurtner.
Zur Geschäftsleitung gehört weiter Finanzdirektor Daniel Jorio. Ebenfalls dazu gehört neu der noch nicht gewählte Direktor oder die Direktorin Operationen. Diese neue Funktion trägt die Verantwortung für Systeme, Abläufe, Technik und nationale Projekte in Produktion, Informatik und Support sowie für die Immobilien.
Neu wird ein Generalsekretariat geschaffen, das folgende Aufgaben bündelt: Marktforschung und neu die Prüfung der Qualität von Programmen; die Vorarbeit an der Strategie; Reporting und Risiko-Management; den Rechtsdienst. Der Generalsekretär soll - wie der Direktor Operationen - am 16. Dezember vom Verwaltungsrat bestimmt werden.
Die neue Führungsorganisation soll bis Ende Februar 2011 in Kraft treten, wie die SRG am Donnerstag mitteilte. Bis Ende Februar wird die Wahl in weitere neu zu besetzende Positionen der zweiten Führungsebene erfolgen. Offene Stellen werden zunächst intern ausgeschrieben. Dazu de Weck: "Die SRG SSR hat viele profilierte Kaderleute. Sie sollen die Chance haben, weitere Verantwortung zu übernehmen." Roger de Weck tritt offiziell am 1. Januar 2011 die Nachfolge von Armin Walpen an.