Die Privatradios der grossen Schweizer Medienhäuser lassen ihre Werbung künftig von der SRG-Tochter publisuisse vermarkten ("persoenlich.com" berichete). Radiopionier Roger Schawinski zeigt sich darüber wie viele andere in der Branche bestürzt. "Das hätte ich mir nie träumen lassen", sagt der Radio 24-Gründer, der "seinen" Sender im Jahr 2001 an die Tamedia verkauft hatte, gegenüber dem Tages-Anzeiger. "Die Verlegerradios im gleichen Boot wie das gebührenfinanzierte Staatsradio? Wie kann man sich bloss an die Brust der Hauptkonkurrenz werfen", so Schawinski. .
Der SRG-Kritiker hält den Schachzug der Privatradios für eine "unternehmerische Kapitulation auf ganzer Linie." Die Einnahmeseite indirekt in die Hände eines öffentlich-rechtlichen Medienunternehmens zu legen, erachtet er als wirtschaftlich fragwürdig, wie er gegenüber dem Tages-Anzeiger erklärt. "Die SRG kontrolliert damit auch noch das ganze Radiogeschäft."

