RTL-Gründer verlangt Abschaffung

SRG - Helmut Thoma rät Zeitungsverlegern, gegen die Fernsehgebühren anzukämpfen.

Die Staatsgebühren für das öffentlich-rechtliche Fernsehen hätten mit der Digitalisierung ihre Berechtigung verloren, schliesslich seien Sendeplätze jetzt keine Mangelware mehr. Deswegen brauche es auch den Service Public nicht mehr. Die Worte des RTL-Gründers Helmut Thoma im "Blick"-Interview sind mehr als deutlich.

Thoma wurde gemäss "Blick" von Ringier-Chef Marc Walder angefragt, ein Beratungsmandat bei dem Verband Schweizer Presse zu übernehmen. Thoma sagt, er nehme dieses Angebot gerne an und lieferte in dem Interview gleich konkrete Ideen: Verleger müssten ins TV- und Internetgeschäft einsteigen, wenn sie überleben wollen, sagt er. Um gegen die subventionierte und gleichzeitig werbefinanzierte SRG zu bestehen, die sich ebenfalls im Internet verbreite rät Thoma ihnen, sich den Markteinstieg zu erstreiten und die Zwangsgebühren für den Service Public anzugreifen.

Dass dabei das Angebot des Service Publics in Frage gestellt werde, sieht Thoma nicht als Problem: „ Zeitungen leben auch von Nachrichten“ und Service Public könne auch kosteneffizienter hergestellt werden, beispielsweise indem externe Produktionsfirmen für grosse Shows beauftragt würden. Als Beispiel nennt er die publikumswirksamen Eigenproduktionne von Dominik Kaisers Privatsender 3+, in dessen Verwaltungsrat Thoma sitzt. (lcv)

 

Bild: Keystone