Rückkehr der Ultrakurzwelle rückt näher

SRG - Die SRG wartet nur noch auf die Rechtskraft ihrer Funkkonzession. Danach will sie in allen Sprachregionen je drei Radioprogramme wieder terrestrisch verbreiten.

Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat der SRG am 18. September eine neue UKW-Funkkonzession erteilt. Sie gilt bis Ende 2034. Wie OnlineReports berichtet, wird die Konzession nach einer 30-tägigen Beschwerdefrist rechtskräftig. Die Frist läuft dieser Tage ab. Alle anderen Voraussetzungen für die Inbetriebnahme seien erfüllt, sagte SRG-Sprecher Nik Leuenberger dem Basler Onlinemedium.

Laut dem Uvek wird die SRG in der Deutschschweiz, der Romandie und im Tessin mit jeweils drei Programmen auf UKW senden. Seit Ende Juli laufen Tests mit Swisscom Broadcast. Der erste Ausbauschritt soll 85 Prozent der Bevölkerung erreichen und rund 6,6 Millionen Franken pro Jahr kosten. Dies geht aus einem internen Papier hervor, über das der SonntagsBlick am 2. August berichtete. Bis Ende 2028 ist eine Abdeckung von 95 Prozent geplant, die Kosten könnten dann auf bis zu 15 Millionen Franken jährlich steigen. Sender, die bis Dezember 2028 nicht in Betrieb sind, verfallen gemäss Konzession. Eine Versorgung in Tunneln schliesst das Bakom aus.

Die SRG hatte UKW Ende 2024 abgeschaltet, zwei Jahre vor Ablauf der Konzessionen. Sie begründete dies mit Einsparungen von 15 Millionen Franken pro Jahr. Im ersten Halbjahr danach verloren ihre Radios über eine halbe Million Hörerinnen und Hörer, SRF 3 büsste mehr als ein Viertel seines Publikums ein. Im Dezember 2025 beschloss das Parlament, UKW über 2026 hinaus weiterzuführen. Kurz darauf kündigte die SRG ihre Rückkehr an (persoenlich.com berichtete). (nil)