Rücktritt von Roger Schawinski

Sat.1 - Senderchef bleibt Gruppe als Berater verbunden.

Roger Schawinski, 61, beendet nach drei Jahren seine Tätigkeit als Geschäftsführer von Sat.1 zum Ende des Jahres. Dies teilte der Sender am Mittwochmorgen mit. Matthias Alberti, 43, wird zum 1. Januar 2007 neuer Geschäftsführer von Sat.1. Alberti ist bisher als stellvertretender Geschäftsführer für den Bereich Unterhaltung bei Sat.1 verantwortlich. Roger Schawinski wird der ProSiebenSat.1-Gruppe als Berater verbunden bleiben.

Guillaume de Posch, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media AG würdigt Roger Schawinskis Leistung als "herausragend", wie es in einer Mitteilung heisst. Der Schweizer habe Sat.1 zum wirtschaftlichen Erfolg geführt. Mit Formaten wie "Schillerstrasse", "Verliebt in Berlin" oder "Die Luftbrücke" sei es ihm gelungen, den Sender entscheidend zu profilieren.

Roger Schawinski selbst blickt auf drei "herausfordernde und spannende Jahre bei Sat.1" zurück. "Ich bin stolz darauf, dass Sat.1 in jedem dieser Jahre neue wirtschaftliche Rekordergebnisse verzeichnen konnte", so der TV-Mann. Er sei ein Jahr länger geblieben, als er eigentlich vorhatte. Nun habe er sich jedoch entschieden, seinen Vertrag nicht noch ein weiteres Mal zu verlängern, um neue berufliche Pläne zu verwirklichen. Schawinski glaubt, es ist der richtige Zeitpunkt für ihn, die Verantwortung für Sat.1 weiterzugeben, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Schawinski hatte im Dezember 2003 die Geschäftsführung von Sat.1 übernommen. Unter seiner Führung erhöhte sich der Vorsteuergewinn des Senders laut Mitteilung von vier Mio Euro im Jahr 2003 auf 127 Mio Euro allein in den ersten neun Monaten 2006, was einem Anstieg von 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht.

Sein Nachfolger Matthias Alberti ist seit 2002 Leiter Unterhaltung und seit 2004 darüber hinaus stellvertretender Geschäftsführer von Sat.1. Unter seiner Leitung entstanden Formate wie "K11", "Lenssen & Partner", "Niedrig & Kuhnt" "StarSearch", "Genial Daneben", "Pastewka" oder "Clever". Er steht für die Einführung neuer Genres wie beispielsweise der Impro-Comedy oder der Ermittler-Dokus.

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