Rüge von Rassismus-Kommission

Blick - Zeitung habe tiefe Zahl Secondas in der Fussball Nati der Frauen positiv bewertet.

Am Mittwoch erschien in den Ringier-Medien "Blick.ch" und "Blick am Abend" ein Text, in dem die Fussball-Nationalmannschaften der Männer und Frauen verglichen wurden. Das Fazit im Titel "Frauen sind die besseren Männer" wird mit fünf Gründen untermauert. Unter Punkt 4 heisst es: "Während bei den Männern unzählige Secondos mit dem Kreuz auf der Brust auf laufen, sind es bei den Frauen im ganzen Team erstaunlicherweise gerade mal drei."

Alma Wiecken, Juristin bei der eidgenössischen Kommission gegen Rassismus (EKR), sagt in der "Schweiz am Sonntag", die Passage sei zwar strafrechtlich nicht rassistisch. "Aber dies ist selbstverständlich eine unhaltbare Aussage." Die kleine Anzahl von Secondas im Team der Frauen werde im Vergleich zu dem Team der Männer als positiv bewertet. Dies sei problematisch.

Ringier-Sprecher Edi Estermann entschuldigt sich für die fragwürdige Passage: "Die Formulierung in jenem Artikel war in der Tat sehr unglücklich und konnte leicht missverstanden werden." Als man sich der Fehlformulierung bewusst wurde, habe man den Beitrag umgehend vom Netz genommen, sagt Estermann. Mittlerweile ist er wieder online, und zeigt nun bloss die Unterschiede, auf ohne Wertung. (pd)