In diesen Tagen ertönt -- vor allem aus Politkreisen -- der Ruf nach einer Alternative zur SF-Politsendung "Arena" besonders laut. Für FDP-Präsident Fulvio Pelli widerspiegelt das Format die heutigen politischen Realitäten nicht mehr: Die gegenwärtige von zwei Theken im Studiozentrum bestimmte Dramaturgie akzentuiere das Rechs-links Schema, statt dass Themen in den Mittelpunkt gestellt würden (NZZ). Nach einer Sendung wie der "Arena" so die Forderung des FDP-Präsidenten, sollten die Zuschauer mehr verstehen und nicht nur unterhalten worden sein. Ueli Maurer wiederum hält die "Arena" für eine "Sendung ohne jegliche Aussagekraft" (Facts).
Das offensichtlich vorhandene Bedürfnis nach Alternativen zur "Arena" wollen die Privatsender stillen. Die Initiative vom ehemaligen "Arena"-Moderator Filippo Leutenegger, eine Sendung auf Star TV zur Meinungsbildung im Abstimmungs- und Wahlkampf zu entwickeln, ist laut der NZZ in den politischen Milieus auf reges Interesse gestossen. Die Sendung, die Leutenegger selber moderieren will, sei voraussichtlich ab Frühling 2007 programmierbar. Dabei wäre es nach Auffassung der NZZ sinnvoll, ein solches Gefäss in den Verbund Tele-News-Combi einzubringen, an welches acht Regionalsender angeschlossen sind.
"Die Sendung könnten in doppelter Hinsicht profitieren: einerseits durch den Gewinn an Reputation und Glaubwürdigkeit, anderseits liesse sich so der mit einer Partizipation an Gebührengeldern verknüpfte Leistungsauftrag zu vertretbaren Konditionen wahrnehmen", so die NZZ. Leutenegger selbst veranschlage die Kosten pro Ausgabe auf 20'000 Franken.