Rund 300 Teilnehmer angemeldet

SwissMediaForum - Ex-Bundespräsident Christian Wulff hat seine Teilnahme abgesagt.

In der Woche nach Pfingsten startet das diesjährige SwissMediaForum in Luzern. Das Branchenstelldichein im KKL beginnt am Donnerstag, 23. Mai um 13 Uhr mit dem Referat der amerikanischen Social-Media-Spezialistin Johanna Blakley. Insgesamt werden rund 30 Referentinnen und Referenten auftreten.

Organisator Patrik Müller ist im Endspurt der Vorbereitungen, die sich etwas mühsamer gestaltet hatten, als in anderen Jahren. Konnte Müller ursprünglich die Teilnahme vom deutschen Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff, von Twitter-Star Fabian Cancellara und von Guardian-Chefredaktor Alan Rusbridger ankündigen, haben mittlerweile alle drei ihre Teilnahme abgesagt. Dafür werden Wolfgang Blau und Ottmar Hitzfeld nach Luzern reisen.

Verständnis für das Fernbleiben von Christian Wulff
Müller kann mit diesen Absagen leben: "Sie wären ärgerlich, wenn sie nicht mit ebenso spannenden Referenten ersetzt würden: Wolfgang Blau ist beim "Guardian" der neue starke Mann. In Luzern hat er seinen ersten Auftritt seit seinem Wechsel von der "Zeit". Ironischerweise hatte ich Blau ursprünglich angefragt, aber da hatte es nicht geklappt. Und auf Ottmar Hitzfeld freue ich mich auch sehr. Er hat über Kommunikation einiges zu sagen und vielfältige Erfahrungen mit internationalen Medien."

Dass Christian Wulff nicht dabei ist, bedauert Müller. Doch dass deswegen und durch das Ausbleiben der ursprünglich angemeldeten deutschen Journalisten weniger Besucher kommen werden, befürchtet er nicht: "Wir machen das SwissMediaForum ja nicht für deutsche Journalisten. Aus der Schweiz hatte ich keine Reaktionen. Man versteht es offenbar, dass Wulff wegen der Anklageerhebung nun nicht auftreten darf. Auch wenn man das als Organisator natürlich schade findet", so Müller. Wulff habe jedoch zugesichert, dass er bereit wäre, am SwissMediaForum 2014 aufzutreten.

Austausch ist wichtig
Auch wenn das Programm verändert werden musste, verspricht das Forum in diesem Jahr wiederum inspirierende Einblicke in die Sichtweise unterschiedlicher Akteure geben zu können. "Es sind rund 300 Teilnehmer angemeldet. Darunter bekannte Gesichter aus Medien, Kommunikation, Wirtschaft und Politik. An den letzten beiden SwissMediaForen hat sich gezeigt: Der Austausch unter den Teilnehmern ist ebenso wichtig wie das Programm", so Müller.

Die Diskussionen in den Pausen und beim Dinner am Donnerstagabend werden sich wieder um die eine grosse Frage drehen, die auch letztes Jahr bereits alle Teilnehmer stark beschäftigte: Was tun Medienunternehmen, um die Erträge zu kompensieren, die sie im Printgeschäft verlieren?

Panels finden erstmals statt
Müller freut sich sehr auf die beiden Tage in Luzern. Besonders gespannt ist er auf die fünf Panels im kleinen Rahmen, welche in diesem Jahr zum ersten Mal stattfinden. "Da diskutieren junge Journalisten etwa über die "Generation Praktikum", es geht um die Zukunft des Fernsehens und auch um die Sonntagspresse, deren spezieller Status in der Schweiz eine Runde u.a. mit Peer Teuwsen und René Zeller zu ergründen versucht". (eh)