10.05.2021

Tamedia

Salome Müller hat gekündigt

Nach sechseinhalb Jahren ist Schluss: Inlandredaktorin Salome Müller verlässt die Werdstrasse in Zürich per Ende Juli 2021. Sie war eine der Initiantinnen hinter dem Protestbrief gegen Sexismus bei Tamedia.
Tamedia: Salome Müller hat gekündigt
Müller werde trotz Abgang bei Tamedia weiterhin journalistisch tätig sein, wie sie gegenüber persoenlich.com sagt. (Bild: zVg.)
von Loric Lehmann

Salome Müller hat vor sechseinhalb Jahren beim Tages-Anzeiger als Volontärin begonnen und war seit damals in verschiedenen Ressorts und Teams tätig. Wie sie gegenüber persoenlich.com sagt, habe sie nun «Lust auf neue Erfahrungen und darauf, mehr Zeit fürs Nachdenken und Schreiben zu haben». Aus diesem Grund hat sie bei Tamedia per Ende Juli gekündigt.

Konkret werde sie sich in den kommenden Monaten ihren Buchprojekten widmen und weiterhin journalistisch tätig sein.

Kein Zusammenhang mit Sexismusvorwürfen

Müller wurde kürzlich durch einen Auftritt bei «10vor10» einer breiten Öffentlichkeit bekannt, als SRF über das Protestschreiben zu Sexismusvorwürfen bei Tamedia berichtete. Sie war eine der Initiantinnen des Briefs der 78 Frauen.


Von einem Zusammenhang mit ihrer Kündigung will die Noch-Redaktorin aber nichts wissen: «Der Brief hat viel Gutes ausgelöst – wir fühlen uns gehört und ernstgenommen. Bei meiner Kündigung spielte der Brief keine Rolle», so Müller.

Abschliessend sagt sie: «Ich hatte eine tolle Zeit und durfte mit klugen Journalistinnen und Journalisten zusammenarbeiten. Mit vielen bin ich befreundet. Das ist ein grosses Glück. Ihnen möchte ich sagen: Bleibt leidenschaftlich und störrisch, und tragt euch Sorge.»



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