Das ist bislang keinem Schweizer Journalisten gelungen: Ein Interview mit Bashar al-Assad. Am Dienstagabend hat Syriens Machthaber die «Rundschau» empfangen, wie SRF am Mittwochvormittag in einer Mitteilung schrieb. Zwanzig Minuten habe er auf alle kritischen Fragen geantwortet. Es habe keine Zensur gegeben, alle Fragen seien zugelassen gewesen (vgl. Box unten).
Für das Treffen seien zahlreiche Anfragen nötig gewesen. Laut SRF zeigte Brotz Assad ein Foto eines verletzten syrischen Jungen – blutverschmiert, verletzt und traumatisiert.
Assad zeige sich im Interview (vgl. Ausschnitt oben) als unbeirrbarer syrischer Diktator: «Genau das ist unsere Mission gemäss der Verfassung, dass wir die Menschen beschützen müssen. Doch wie kann man sie schützen, wenn sie unter der Kontrolle von Terroristen sind? Wir müssen die Terroristen angreifen, das ist offensichtlich.»
Brotz ist am Mittwoch zurück in die Schweiz gereist, wie er auf Twitter schrieb.
Soeben sicher Grenze von Syrien in den Libanon überquert. Zurück mit Produzentin @sa_zin von Interview mit #Assad. #srfrundschau @srfnews pic.twitter.com/fC7bXjPy5g
— Sandro Brotz (@SandroBrotz) 19. Oktober 2016
In der «Rundschau», die am Mittwochabend auf SRF 1 ausgestrahlt wurde, analysierten Syrien-Experte Kurt Pelda und SRF-Korrespondent Pascal Weber Assads Aussagen. (pd/eh)