Das neue Format soll Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft einordnen und Gäste zum Gespräch einladen. Die Folgen werden auf den Blick-Kanälen sowie auf Podcast-, Social-Media- und Videoplattformen ausgespielt. Das teilten Ringier und SRF am Dienstag in separaten Mitteilungen mit. Laut SRF gab die Möglichkeit den Ausschlag, ein Format von Grund auf mitzuentwickeln. Wann der Podcast startet und wie er heisst, nennen beide Mitteilungen nicht.
Die «Arena» moderiert Brotz voraussichtlich noch bis Mitte Januar. Wer die Sendung danach übernimmt, ist offen. «Über die Nachfolge von Sandro Brotz wird SRF zu gegebener Zeit informieren. Derzeit liegt der Fokus auf einer geordneten Übergabe», heisst es auf Anfrage von persoenlich.com.
Blick-Chefredaktor Rolf Cavalli ordnet den Zugang strategisch ein. «Mit dem neuen Video-Podcast setzen wir einen weiteren Schwerpunkt in unserer Video- und Crossmedia-Strategie», lässt er sich in der Ringier-Mitteilung zitieren. Er freue sich auch, «wieder bei Blick mit Sandro zusammenzuarbeiten».
Brotz kehrt damit zu Ringier zurück. Seine Laufbahn begann 1988 bei einer Lokalzeitung. Beim SonntagsBlick war er Reporter, Nachrichtenchef und stellvertretender Chefredaktor. Weitere Stationen waren Radio 1, wo er die Redaktion leitete, sowie die AZ Medien als stellvertretender Chefredaktor der Zeitung Der Sonntag. Im Juni 2012 kam er zu SRF und übernahm die Moderation der «Rundschau». Ab 2014 war er zusätzlich deren stellvertretender Redaktionsleiter, von 2017 bis 2019 moderierte er ausserdem den «Rundschau Talk». Im Mai 2019 wechselte er zur «Arena», die er seither als Moderator und stellvertretender Leiter prägt. 2022 wurde er als «Politikjournalist des Jahres» ausgezeichnet.
«Nach 14 grossartigen Jahren bei SRF werde ich einen Ort verlassen, der mich journalistisch und persönlich geprägt hat wie kaum eine andere Stelle», wird Brotz in der SRF-Mitteilung zitiert. Gegenüber Ringier verweist er auf das kommende Wahljahr: Relevanz und Einordnung stünden für ihn im Zentrum, «besonders im wichtigen Wahljahr 2027». Die eidgenössischen Wahlen finden im Herbst 2027 statt.
Ursula Gabathuler, Co-Leiterin Information bei SRF, würdigt Brotz in der Mitteilung als Journalisten, der die Formate «Arena» und «Rundschau» «über viele Jahre entscheidend geprägt» habe. (pd/cbe)
Lesen Sie auch das persoenlich.com-Interview mit Sandro Brotz und den Blog von Nick Lüthi.