Eröffnet wird die Veranstaltung von der Satirikerin Lisa Christ, teilt der QuaJou mit. Die freischaffende Journalistin Natalia Widla hält anschliessend eine Keynote zur medialen Darstellung von Gewalt gegen Frauen. Die Co-Autorin von «Niemals aus Liebe: Männergewalt an Frauen» untersucht anhand von Statistiken und Beispielen, wie die Wortwahl in Medien – etwa zwischen «Familiendramen» und «Femiziden» – die gesellschaftliche Wahrnehmung beeinflusst.
In einer Diskussion treffen Kommunikationsexpertin Ivana Leiseder und Agenturleiter Andreas Hugi aufeinander. Leiseder, deren TED-Talk «Deconstructing Bullshit» ausgezeichnet wurde, setzt sich kritisch mit Phrasen in Medienmitteilungen auseinander. Hugi, Chef der Agentur Furrerhugi und LSA-Präsident, vertritt die Position, das Verhältnis zwischen PR und Journalismus sei weniger konfliktreich als oft dargestellt. Moderiert wird die Debatte von Tages-Anzeiger-Journalistin Edith Hollenstein.
SRF-Moderator Sandro Brotz spricht mit Tizian Schöni (Wnti) und Simona Boscardin (On Fire) über neue journalistische Projekte. Ein weiteres Panel mit Fotograf Christoph Schütz, Medienethikerin Marlis Prinzing, Alessandro della Valle (Keystone-SDA) und Presserat-Präsidentin Susan Boos behandelt ethische Fragen der KI-Bildbearbeitung im Fotojournalismus.
SRF-Korrespondentin Viviane Manz berichtet über ihre Erfahrungen als Trump-Beobachterin in Washington. Christoph Zimmer, Produktleiter der Spiegel-Gruppe, schliesst die Tagung mit einer Keynote zur KI-Revolution ab. Das gesamte Programm ist auf der Webseite des JournalismusTags ersichtlich.
Letztes Jahr hatten die Veranstalter einen kostenlosen Eintritt gewährt. Dieses Jahr ist der Eintritt wieder kostenpflichtig. (pd/spo)