Schawinski darf gross auf Sendung

Radio 1 - Keine UKW-Frequenz für Energy Zürich.

Die Radiowürfel sind gefallen. Das Bundesverwaltungsgericht lehnt den Rekurs von Ringier ab. Es bestätigt die "grosse" Konzession für Radio 1. Roger Schawinski ist über die Botschaft erleichtert. Die Radiowelt werde für Radio 1 "grösser, schöner und besser", wie der Medienpionier sagt. Der konzessionslose Ringier-Sender Energy Zürich wird seinen UKW-Betrieb in 90 Tagen einstellen müssen. Um 11 Uhr findet in den Räumlichkeiten von Energy Zürich an der Kreuzstrasse 26 in Zürich eine Medienkonferenz mit weiteren Informationen statt. Die Nachricht:

Das Bundesverwaltungsgericht hat den von Energy Zürich eingereichten Rekurs gegen den Konzessionsentscheid für die Region Zürich-Glarus abgelehnt. Energy Zürich erhält damit definitiv keine der ausgeschriebenen UKW-Konzessionen für die Region Zürich-Glarus. Radio1-Chef Roger Schawinski bekommt nun definitiv den Zuschlag und darf sein Stadtradio zum Regionalradio umbauen. Roger Schawinski sagt: "Wir beginnen mit dem Ausbau. Dann sind wir ein richtiges Radio." Im Seilziehen um die drei "grossen" Lokalradiokonzessionen im Versorgungsgebiet Zürich-Glarus mit 1,5 Millionen Einwohnern haben sich Radio 24, Radio Zürisee und Radio 1 durchgesetzt.

Auch wenn Radio1-Chef Roger Schawinski als Sieger vom Platz geht, äussert er Kritik: "Die Region Zürich wird in Zukunft mit sechs Privatradios, die Programme für alle Generationen anbieten, weitaus besser versorgt sein als jede andere Region der Schweiz. Doch es ist stossend, dass die SRG weiterhin nicht nur den Grossteil aller Sendefrequenzen benützen darf, sondern mit insgesamt fünf Ketten weiterhin das UKW-Monopol auf sprachregionaler Ebene besitzt. Dies sollte möglichst bald geändert werden. Dann gäbe es auch Platz für weitere Privatsender wie Radio Energy."

Energy Zürich gibt den Kampf nicht auf. Wie das Radio mitteilt, soll auf politischem Weg eine UKW-Übergangslösung erarbeitet werden. Sie würde Energy Zürich den Wechsel auf die digitale Technologie DAB+ ermöglichen und den Fortbestand des Senders sichern.