Die Frage über die Vergabe der Radiokonzession im Kanton Graubünden hat in den letzten Tagen zu einer heftigen Kontroverse zwischen Südostschweiz-Verleger Hanspeter Lebrument und Radio-Unternehmer Roger Schawinski geführt, der sich am geplanten Bündner Radio Südost mit 40 Prozent beteiligen will (persoenlich.com berichtete). Das Bundesverwaltungsgericht hatte kurz vor Weihnachten das BAKOM aufgefordert, die Vergabe der Radiokonzession an Radio Grischa, welches Lebruments Mediengruppe gehört, unter monopolrechtlichen Gesichtspunkten nochmals zu überprüfen.
Am letzten Sonntag hat Lebrument Schawinski und sein Radioprojekt in seiner Zeitung heftig attackiert, spekulative Motive unterstellt und mit dem Einstellen von zwei seiner Zeitungen gedroht. Roger Schawinski hat in einem Interview bei persoenlich.com darauf reagiert. Dort hat er auch beklagt, dass die Lebrument-Medien einseitig berichten und ihn nicht in einer fairen Weise zu Wort kommen lassen. Nun hat Schawinski eine öffentliche Diskussion mit Lebrument vorgeschlagen, wenn dies live an Lebruments Radio- und/oder TV-Sender übertragen wird. Dies hat Lebrument akzeptiert. Über das Datum der Veranstaltung und den Gesprächsleiter soll noch diskutiert werden. (ma)