Schawinski entgegnet de Poschs Kritik

Sat.1 - Ex-Sat.1-Chef hält an Darstellung im Buch "Die TV-Falle" fest.

Roger Schawinski hält entgegen anderslautender Aussagen von ProSiebenSat.1-Chef Giullaume de Posch an seiner Darstellung zum Verkauf der Sendergruppe ProSiebenSat.1 in seinem Buch "Die TV-Falle" fest. "Mir ist nicht klar, welche meiner Angaben falsch sein sollen", erklärt er auf Anfrage von "persoenlich.com". Der Grossteil der Abschiedsgeschenke sei an den Vorstand gegangen, wie er es in seinem Buch aufgrund einer vor Monaten veröffentlichten Pressemeldung dargelegt habe. "Nur darauf habe ich mich bezogen", so Schawinski.

ProSiebenSat.1-Chef Guillaume de Posch hatte am Montag erklärt, Schawinskis Information, die Vorstände hätten sich 95 Prozent der von Haim Saban gezahlten Abschiedsprämie geteilt und den Mitarbeitern nur je 400 Euro ausgezahlt, sei falsch. Schawinski selber vermutet nun, dass sich de Posch in seiner Aussage auf die Stock Options beziehe, die beim Verkauf der Gruppe für alle zur Auszahlung gekommen seien -- auch für ihn.

Schawinski betont in seiner Stellungnahme gegenüber "persoenlich.com", dass er an keiner Stelle seines Buches schreibe, de Posch sei nur auf seinen eigenen Vorteil aus gewesen. Im Gegenteil: "Er ist ein hervorragender Manager, der sich während Jahren rund um die Uhr mit vollem Einsatz und viel Know How um das Wohl der Gruppe gekümmert hat, das er in seiner Amtszeit massiv gemehrt hat." Deshalb habe de Posch mit Sicherheit verdient, beim Ausstieg von Saban materiell speziell berücksichtigt zu werden.