Schawinski geht mit Radio Grischa auf Sendung

Radiostreit - Roger Schawinski und Stefan Bühler haben einen Musikstream unter dem Namen «Radio Grischa – Stream» lanciert.

Dieser Schritt erfolgt, nachdem das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum (IGE) den Markenschutz für «Radio Grischa» gelöscht hat. Den Antrag der Radio Alpin Grischa AG von Roger Schawinski und Stefan Bühler hat das IGE vollumfänglich gutgeheissen (persoenlich.com berichtete).

«Nach diesem Etappensieg im Markenstreit will ich den Bündnerinnen und Bündnern zumindest einen musikalischen Vorgeschmack auf das Radio Grischa geben, das sie hoffentlich bald bekommen werden», wird Schawinski in einer Medienmitteilung zitiert. Das erklärte Ziel bleibe es, das «Medienmonopol» des Unternehmens Somedia zu brechen, so der Medienmacher weiter.

Ob Schawinski und Bühler je ein «richtiges» Radio unter der Marke Grischa betreiebn werden, bleibt indes ungewiss. Ende Janauar hatte das Bundesverwaltungsgericht die ursprünglich vom Departement Uvek erteilte Konzession entzogen. Schawinski und Bühler haben allerdings ein Revisionsgesuch beim Gericht eingereicht. Ein neuer Instruktionsrichter hat das Verfahren eröffnet und eine Vernehmlassung bis zum 14. April angeordnet, wie Schawinski und Bühler in einer Medienmitteilung schreiben.

«Verfahren sind wieder offen»

«Die Tatsache, dass das Bundesverwaltungsgericht auf unseren Revisionsantrag eingetreten ist und das Institut für Geistiges Eigentum den bisherigen Markenschutz für Radio Grischa aufgehoben hat, zeigt, dass die Verfahren um die Konzessionserteilung wieder offen sind», wird Schawinski in der Mitteilung zitiert.

Der nun gestartete Musikstream soll nach Angaben der Initianten ein Vorgeschmack auf das geplante Vollangebot sein. «Radio Grischa – Stream» ist ab sofort unter www.radiogrischa.com verfügbar. Für die Zukunft versprechen die Betreiber nicht nur musikalische Vielfalt, sondern auch journalistische Inhalte. (pd/nil)