Schawinski kämpft auch in der Südostschweiz weiter

Radio-Konzession - Radiomacher geht ans Bundesverwaltungsgericht.

Radiomacher Roger Schawinski und seine Partner fechten auch die Konzession des Bundes an "Radio Grischa" für die Südostschweiz an. Schawinski hat bereits die Konzession an "Radio Argovia" im Aargau ans Bundesverwaltungsgericht weitergezogen.

Im Falle der Südostschweiz wird vor allem die Monopolsituation durch die Südostschweiz-Mediengruppe kritisiert, wie Schawinski und seine Partner, die mit dem Projekt "Radio Südost" leer ausgegangen waren, am Donnerstag mitteilten. Der Gesetzgeber habe keine Zementierung von Monopolstrukturen mit öffentlichen Gebührengeldern gewollt.

Bei "Radio Südost" sind nach Meinung der Beschwerdeführer wesentliche Faktoren unberücksichtigt geblieben. Das Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) habe es unterlassen, die Gefährdung der Angebots- und Meinungsvielfalt überhaupt zu prüfen. Zudem werden mehrere Punkte bei der Bewertung der so genannten Input- und Outputfaktoren beanstandet.

Schawinski hat schon den Konzessionsentscheid für den Kanton Aargau ans Bundesverwaltungsgericht weitergezogen. Dort unterlag er mit dem Projekt "Radio AG" gegen das bestehende "Radio Argovia" der AZ Mediengruppe. Der Zürcher Radiomacher war angetreten, um sowohl im Aargau als auch in der Südostschweiz die Monopole der ansässigen Medienhäuser zu knacken. (sda)