Seit Jahresbeginn sackt die Quote der Talksendung "Schawinski" kontinuierlich ab. Besonders deutlich zeigte sich der Trend in den vergangenen beiden Sendungen. Lediglich 68'000 Personen schalteten zum Talk mit Fotograf Alberto Venzago ein. Das entspricht einem Marktanteil von 10 Prozent. Das ist der tiefste Wert in diesem Jahr und einer der tiefsten, seit "Schawinski" vor rund zwei Jahren beim SRF auf Sendung ging.
Kaum besser war es eine Woche davor. Kriegsreporter Kurt Pelda sorgte für einen Marktanteil von 10,8 Prozent. "Für Gäste aus dem Kulturbereich interessiert sich vor allem ein Spartenpublikum", sagt Schawinski. Das schlage sich auch auf die Quoten nieder. "Die Quote allein ist nicht alles", sagt Schawinski. Relevanz und eine gute Mischung seien genauso wichtig. Ansonsten müsste er sich auf streitbare SVP-Politiker und Stars aus dem Showbusiness beschränken. Solche Gäste sorgen regelmässig für gute Einschaltquoten.
Auch das SRF sieht den Mix der Protagonisten positiv. Die Sendung wolle mit einer überraschenden Gästeauswahl selber Themen setzen, heisst es. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Quote insgesamt zwar leicht höher, das liegt aber auch daran, dass mit der neuen Messmethode seit Januar die zeitversetzte Nutzung mitberücksichtigt wird.
SVP-Nationalrat Christoph Blocher erreichte dieses Jahr mit 24,4 Prozent den höchsten Marktanteil bei "Schawinski", Ex-Miss-Schweiz Melanie Winiger mit 182'000 Personen die meisten Zuschauer. Schawinski ist weiterhin überzeugt von seinem Konzept. "In einer Sendung mit nur einem Gesprächspartner sind kontroversere Diskussionen möglich als in einer grossen Runde", sagt er. Eine Zurückhaltung spüre er allerdings bei den Frauen. Dieses Jahr liegt der Anteil bei 25 Prozent. "Da haben wir zuletzt gut aufgeholt." (Schweiz am Sonntag)
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