Die SRG fährt im Geschäftsjahr 2010 einen Verlust von 12,3 Millionen Franken ein. Budgetiert war ein Defizit von 74,5 Millionen, wie das Unternehmen mitteilte. Das Ergebnis ist unter anderem deshalb besser ausgefallen, weil die anziehende Konjunktur der SRG mehr Werbung bescherte.
Als Gründe für die laut Medienmitteilung der SRG erfreuliche Entwicklung werden folgende Punkte aufgeführt:
- Dank der besser als erwarteten Wirtschaftslage haben die Werbeerträge kräftig zugenommen.
- Beigetragen zum besseren Ergebnis haben auch Verzicht und die Verschiebungen von IT-Projekten sowie die Senkung der Distributionskosten.
- Die Pensionskasse konnte sich rasch erholen, sodass die Sanierungsmassnahmen weggefallen sind.
- Die Haushaltentwicklung lag leicht über den Erwartungen und hat Mehreinnahmen bei den Empfangsgebühren gebracht.
Die SRG schreibt: "Bleibt Unvorhergesehenes wie etwa ein neuerlicher Einbruch der Konjunktur aus, wird die SRG das Jahr 2011 mit schwarzen Zahlen abschliessen." Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Unternehmensergebnis 2010 um 34,4 Mio. Franken verbessert werden, das heisst von -46,7 Mio. auf -12,3 Mio. Franken. Der Betriebsertrag hat um 3,2 Prozent von 1563,1 Mio. auf 1612,7 Mio. Franken zugenommen, was hauptsächlich auf eine Verbesserung des kommerziellen Ertrags (+32,2 Mio. Franken) und den Mehreinnahmen bei den Empfangsgebühren (+15,7 Mio.) zurückzuführen ist.
Dagegen verzeichnet der Betriebsaufwand im Sportjahr 2010 (Olympische Winterspiele in Kanada, Eishockey-Weltmeisterschaft in Deutschland, Fussball-Weltmeisterschaft in Südafrika) gegenüber 2009 lediglich einen leichten Anstieg um 0,3 Prozent, das heisst von 1608,1 Mio. auf 1612,5 Mio. Franken.
Bedingt durch den schwachen Euro und den ebenfalls schwächelnden US- Dollar schlägt das Finanzergebnis mit -12,5 Mio. Franken (Vorjahr -1,7 Mio.) aussergewöhnlich stark negativ zu Buche. Das Betriebsergebnis (Ergebnis vor Finanz- und Währungseinflüssen) hat sich im Vorjahresvergleich von -45,0 Mio. auf +0,2 Mio. Franken verbessert und liegt somit bereits nahe an dem für die kommenden Jahre angestrebten ausgeglichenen Ergebnis. (ots)