Der einbrechende Werbemarkt erzeugt grosse Nervosität bei den amerikanischen TV-Networks. Nachdem Analysten ein Minus von bis zu 15 Prozent bei den Primetime-Werbeeinnahmen prognostizieren, starten die Sender in diesem Jahr ungewohnt früh mit dem Verkauf von Werbezeiten für die neue TV-Saison im Herbst. Ab Ende Mai geben die Sender in der Regel ihr anstehendes neues Programm bekannt und beginnen mit dem Verkauf von Werbeplätzen. Angesichts der prekären wirtschaftlichen Lage befinden sich viele TV-Stationen aber bereits jetzt -- einen halben Monat vor dem offiziellen Start der so genannten "Upfront-Season" -- im Marketingrausch und preisen ihre Werbezeiten an.
Wie die "Los Angeles Times" berichtet, hat CBS am Sonntag zu einer Marketing-Blitzaktion angesetzt, um den Werbetreibenden und Zuschauern nachdrücklich zu verdeutlichen, dass der Sender derzeit die meisten Zuseher im US-Fernsehen verzeichnet. NBC wiederum stellt sein Primetime-Programm für die kommende Saison bereits zwei Wochen vor allen anderen vor, um sich einen möglichen Vorteil zu verschaffen. Diese Aktionen deuten darauf hin, dass die TV-Stationen besonders nervös sind und viele damit rechnen, dass die Werbeeinnahmen aufgrund der schlechten Wirtschaftslage deutlich zurückgehen werden. Während der Upfront-Season verkaufen die Sender bis zu 80 Prozent ihrer Hauptabendprogramm-Werbezeiten für die neue TV-Saison. (pte)