"Schweiz aktuell", "Rundschau" und "g&g" neu im 16:9-Format

SF - Ab Montag, 14. August 2006 sendet "Schweiz aktuell" in komplett neuem Design -- als erste tagesaktuelle Sendung von SF -- im 16:9-Format. Die Zuschauerinnen und Zuschauer spielen eine wichtige Rolle: Sie werden sichtbarer Bestandteil der Sendung. Eine Woche später erscheinen auch das Polit- und Wirtschaftsmagazin "Rundschau" und das People-Magazin "glanz & gloria" in neuem Dekor und im Breitbildformat. Am 21. August startet "SF Börse", allerdings noch im herkömmlichen Bildformat.

Im letzten Dezember konnte SF erfolgreich das News-Studio mit einer neuen Regie für die beiden tagesaktuellen Nachrichtensendungen "Tagesschau" und "10vor10" in Betrieb nehmen. Im August 2006 ist nun die zweite Etappe des News-Studio-Komplexes bereit: Ab 14. August 2006 sendet "Schweiz aktuell" aus dem einen der beiden neuen Studios und als erste tagesaktuelle Sendung im Breitbildformat. Mit derselben Regie werden ab dem 21. August 2006 auch das Polit- und Wirtschaftsmagazin "Rundschau" und das People-Magazin "glanz & gloria" produziert.

Hat man mit der 16:9-Übertragung der WM-Spiele so gute Erfahrungen gemacht, dass die Umstellung zum neuen Bildformat beschleunigt wurde? SF-Sprecher Urs Durrer auf Anfrage von "persoenlich.com": "Wir haben bei der Medienorientierung im Mai mitgeteilt, dass wir im August die Sendungen im 16:9 Breitbildformat senden werden. Insofern hat sich in unserem 16:9-Fahrplan nichts geändert."

Es ist aber gemäss Durrer in der Tat so, dass die Erfahrungen mit dem Breitbildformat sehr gut und die Akzeptanz beim Publikum sehr hoch ist: "Während der Fussball-Weltmeisterschaft haben hunderttausende unser Programm verfolgt. Trotzdem sind nur ganz wenige Reklamationen zum Breitbildformat eingegangen."

Bei SF rechnet man gemäss Durrer nicht mit mehr Reklamationen, weil mit "Schweiz aktuell“ erstmals eine tägliche News-Sendungen im 16:9-Format gesendet wird. Vor der Fussball-Weltmeisterschaft hatten rund ein Drittel aller Haushalte einen 16:9-Fernseher. Der Fachhandel hat kürzlich kommuniziert, dass diese Zahl inzwischen auf über 50 Prozent angestiegen ist. "Die Entwicklung weg vom 4:3 und hin zum Breitbildformat lässt sich nicht mehr aufhalten", so Durrer.

Inzwischen sende SF immer mehr Sendungen in 16:9: Neben dem Live-Sport, Spielfilmen und Serien auch immer mehr Unterhaltungs-Sendungen, "DOK"- und, "Reporter"-Filme und seit letztem Dezember auch der "Club". Gleichzeitig würden die Reklamationen stark abnehmen. Urs Durrer: "Wir gehen davon aus, dass die Akzeptanz auch bei den neuen Umstellungen hoch sein wird. Die Fussball-Weltmeisterschaft hat gezeigt, dass sich diejenigen, die noch einen 4:3-Fernseher besitzten, sehr schnell ans neue Format gewöhnt haben werden."

Die Änderungen bei Schweiz aktuell:

Roland Luder, Moderator von "Schweiz aktuell", im neuen Studio.

Ab 14. August 2006 sendet "Schweiz aktuell" aus dem neuen Studio mit einem neuen Erscheinungsbild. Dieses soll das zuschauernahe, aktuelle und regionale Informationsmagazin unterstreichen, in dem sich das Geschehen im Land widerspiegelt. Augenfällige Neuerung ist die grosse Video-Wand für Aussenschaltungen zu Moderatoren, Korrespondenten und Reportern.

Dieses Fenster zu den Regionen soll aufzeigen, dass "Schweiz aktuell" täglich dort ist, wo etwas passiert; bei den betroffenen Menschen in verschiedenen Ecken der Schweiz. Das neue Signet will den regionalen Charakter der Sendung hervorheben: Es zeigt Szenen aus der Schweiz und dazu typografisch eingefügte Stichworte zu möglichen Inhalten, beginnend mit einem Helikopterflug aufs Rütli und den Themenkreisen Politik, Gesundheit, Wirtschaft und Naturkatastrophen.

"Schweiz aktuell" will auch das Publikum mehr in die Sendung miteinbeziehen. Drei Monitore im Studio liefern mittels Web-Cam und Internet-Verbindung Live-Bilder aus der Wohnstube der Zuschauerinnen und -Zuschauer. Auch inhaltlich wird das "Schweiz aktuell"-Publikum eine Rolle spielen. Die Zuschauerinnen und Zuschauer auf dem "Logenplatz" werden interaktiv in die Sendung miteinbezogen:

Sie machen beispielsweise Vorschläge für die wöchentliche Wunschreportage, die dann per TED-Abstimmung evaluiert wird und mittwochs zum festen inhaltlichen Bestandteil der Sendung wird. Die Nutzung dieser neuen technologischen Möglichkeit ist vorerst als Versuch geplant.

Die Änderungen bei 'glanz & gloria':

Ab Montag, 21. August 2006, berichtet "glanz & gloria" wieder täglich aus der Welt des Glamours. Ab August sendet das People-Magazin aus dem neuen Studio mit echtem Dekor. Dadurch werden auch Live-Gespräche mit Gästen möglich sein.

Das neue Signet.

Die Änderungen bei der Rundschau:

Ab Mittwoch, 23. August 2006, sendet auch das Polit- und Wirtschaftsmagazin "Rundschau" aus dem neuen Studio. Das neue Dekor soll mit seiner Struktur an einen öffentlichen Platz erinnern. Die Gespräche auf dem "Rundschau"-Stuhl sind in der neuen Erscheinung dramaturgisch besser in die Gesamtsendung eingebettet und erhalten mehr Raum. Mit den Gästen diskutieren Reto Brennwald und Sonja Hasler weiterhin jede Woche live jene Themen, welche die Öffentlichkeit bewegen.

Die "Rundschau" soll lebendiger werden und mehr optische Tiefe für die qualitativ hoch stehenden Beiträge erhalten. Das Wochenmagazin für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft behält seine Inhalte bei: Weiterhin stehen aktuelle Reportagen, Analysen und Recherchen im Vordergrund.

Start von SF Börse

Ab Montag, 21. August 2006, weitet das Schweizer Fernsehen seine Wirtschaftsberichterstattung aus. "SF Börse" gibt jeweils kurz vor der Hauptausgabe der "Tagesschau" eine kompakte, prägnante Zusammenfassung des Tagesgeschehens an der Schweizer Börse. Der Börsenflash ist von Montag bis Freitag um 19.27 Uhr auf SF 1 zu sehen. „SF Börse“ und „Tagesschau“ werden vorläufig noch nicht im 16:9-Format gesendet.

"Im Gegensatz zu 'Schweiz aktuell" verwenden wir bei der 'Tagesschau' und dem '10vor10' viel internationales Filmmaterial, das heute fast ausschliesslich in 4:3 angeboten wird", erklärt Durrer gegenüber "persoenlich.com", "deshalb warten wir bei diesen Sendungen mit der Umstellung noch bis ins Jahr 2007." Man hoffe, dass bis dann die Eurovision und die wichtigsten Agenturen ebenfalls auf 16:9 umgestellt haben. "SF Börse" hängt von der Produktion her eng mit der "Tagesschau" zusammen. Es macht gemäss Durrer somit Sinn, diese Sendung zusammen mit der "Tagesschau" aufs Breitbildformat umzustellen.

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