Die Sorge bezüglich Erderwärmung stieg in den letzten Monaten weltweit drastisch. Gemäss der zweimal jährlich durchgeführten Studie "Consumer Confidence And Major Concerns", wird globale Erderwärmung weltweit als viertgrösste Sorge genannt. Grössere Sorgen bereiten nur: Die Wirtschaft, die Gesundheit und die Jobsicherheit. Seit 1980 war die Sorge bezüglich Klimaveränderung nie mehr so gross wie im Moment.
Schweizer sind ausserordentlich sensibilisiert auf dieses Thema. Globale Erderwärmung gilt hier als grösste Sorge. Gemäss den Studienergebnissen nennt kein anderes Land weltweit Klimaveränderung so häufig. Nach Gesundheit und Jobsicherheit folgt in der Schweiz als viertgrösste Sorge "Terrorismus".
Bei Informationen zum Thema Erderwärmung vertrauen Schweizer vor allem, wenn Sie von Klimaforschern kommen. Auch Medien und Hilfsorganisationen scheinen vertrauenswürdig. Politikern, Stars oder Unternehmungen glauben Schweizer hingegen weniger. In der Schweiz hat vor allem die Zeitung einen hohen Stellenwert, um sich zu informieren. 64 Prozent der Schweizer wählen dieses Medium. Weltweit sind es durchschnittlich nur die Hälfte der Befragten, die sich die Informationen in Zeitungen holen.
Beim Internet sieht es umgekehrt aus. Während das Internet als Informationsquelle weltweit mit 63 Prozent an zweiter Stelle liegt, informieren sich in der Schweiz nur 50 Prozent über das Internet. Damit liegt das Internet in der Schweiz nur an fünfter Stelle als Informationsquelle. Die Plätze zwei bis vier, nach der Zeitung gehen an Zeitschriften, Nachrichtensendungen im Fernsehen und Dokumentationen im Fernsehen.
Al Gore ist bekanntester Botschafter
Von den Personen des öffentlichen Lebens, die sich für das Problem Erderwärmung einsetzen könnten, wirken der frischgebackene Friedensnobelpreisträger Al Gore, Oprah Winfrey und Kofi Annan am glaubwürdigsten auf die Bevölkerung. Auch unter den fünf einflussreichsten Persönlichkeiten sind Bill Clinton und Nelson Mandela. Schweizer sehen die gleichen Personen als ideale Botschafter. Nur Oprah Winfrey liegt in der Schweiz weiter hinten, dafür liegt Bono an fünfter Stelle.
Die Sensibilisierung der Schweizer in Sachen Klimawandel zeigt sich auch im Kaufverhalten. Immerhin 68 Prozent der Schweizer kaufen bewusst lokale Produkte (weltweit durchschnittlich 48 Prozent). 56 Prozent der Schweizer achten auf Produkte aus fairem Handel und 53 Prozent auf energiesparende Produkte. 48 Prozent kaufen in der Schweiz Produkte mit möglichst wenig oder keiner Verpackung und 45 Prozent Produkte mit wieder verwendbaren Verpackungen.