Aufgrund des Ergebnisses der Vernehmlassung hat der Bundesrat am 3. Juli über das weitere Vorgehen im Zusammenhang mit der Teilrevision der Postverordnung entschieden. Auf die darin enthaltenen Änderungsvorschläge wird zum jetzigen Zeitpunkt vollständig verzichtet. Der Verband Schweizer Presse begrüsst diesen Entscheid in einer Mitteilung vom Mittwochabend.
Im Rahmen der angespannten Bundesfinanzen wollte der Bundesrat mit einer kurzfristigen Änderung der Postverordnung den Beitrag des Bundes an den Zeitungszustelldienst der Post von heute 100 Mio. auf 80 Mio. Franken senken. Schweizer Presse hatte sich klar gegen die Änderungen ausgesprochen, weil die Massnahmen gemäss Verband einerseits nicht zum gewünschten Sparziel geführt und anderseits laufende Arbeiten an einem zukunftsorientierten Gesamtkonzept "Presseförderung" eingeschränkt hätten. Die breit angelegte Vernehmlassung widerspiegelte mehrheitlich die gleiche Meinung, der sich nun auch der Bundesrat angeschlossen hat. Gemäss dem Willen des Bundesrates bleibt somit für das Jahr 2003 das bestehende System erhalten (siehe auch News "Presseförderung: 2003 noch keine Kürzungen".