Schweizer Redaktion fordert grosszügigen Sozialplan

Nachrichtenagentur ddp - Scharfe Kritik an Konzernleitung.

Wie der Journalistenverband impressum in einer Pressemitteilung vom Dienstag schreibt, verlangt die Redaktion der Nachrichtenagentur ddp Schweiz nach der kurzfristig angekündigten Schliessung ihres Dienstes unverzüglich die Aufnahme von Verhandlungen über einen grosszügigen Sozialplan. Sie hat die Geschäftsleitung der ddp in Berlin aufgefordert, eine beschlussfähige Delegation zu bestimmen.

Die Redaktion verlangt eine erste Verhandlungsrunde am 8. Februar 2010. Zudem stellt sie fest, dass die in der vergangenen Woche erfolgten 16 Kündigungen missbräuchlich sind. Die Redaktion hat die Mediengewerkschaft comedia, den Journalistenverband impressum und das Syndikat Schweizer Medien SSM eingeschaltet und könne auf deren Unterstützung zählen, schreibt der Verband.

Seit der völlig überraschend angekündigten Schliessung der Büros in Bern und Zürich samt Kündigung der ganzen Redaktion herrscht Funkstille seitens der ddp-Verantwortlichen. Es fanden bisher weder Gespräche noch Verhandlungen statt. Die Redaktion ist vom Vorgehen der ddp in Deutschland nach wie vor entsetzt und kritisiert den medienpolitisch folgenschweren Entscheid scharf.