Schweizer spenden über 62 Mio. Franken

Nationaler Sammeltag - Callcenter an der Grenze ihrer Kapazität.

Am nationalen Trauertag hat die Glückskette bis 24.00 Uhr mehr als 62 Mio. Franken gesammelt. Davon entfallen rund 13.2 Mio. auf die Aktion von Fernsehen und Radio DRS. Bei der Spendengala von SF DRS gingen bis Mitternacht 10.1 Mio. Franken ein. SF-DRS-Sprecher Urs Durrer sagte auf Anfrage, die Telefone liefen so gut, dass die Leitungen auch nach Mitternacht noch bis unbestimmte Zeit offen blieben. Mehr als zwanzig Schweizer Prominente bedienten die Spendentelefone seit 20.00 Uhr pausenlos.

Bei der Glückskette gingen am nationalen Trauertag seit 6.00 Uhr mehr als 48 Mio. Franken ein. So kamen seit der Flutkatastrophe vor zehn Tagen in der Schweiz insgesamt über 114 Millionen Franken zusammen, wie Roland Jeanneret auf Anfrage sagte. Mit so einer Solidarität hätte Jeanneret nie gerechnet, wie er sagte. Allein am Mittwoch riefen mehr als 50'000 Personen an. Jeanneret glaubt, es seien sogar noch mehr gewesen, aber die Callcenter stiessen an die Grenzen ihrer Kapazität. Online leisteten laut Jeanneret seit dem Tag der Flutkatastrophe über 110'000 Personen eine Geldspende.

Grosszügige Hilfe

Der Bundesrat hatte zuvor 27 Millionen Franken "konkrete Hilfe" gesprochen. Das Geld fliesst zu 60 Prozent in bilaterale und zu 40 Prozent in internationale Projekte des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) oder UNO. Auch die Kantone zeigten sich grosszügig. Sie haben bisher fast 4.5 Millionen Franken für die Opfer des Seebebens im Indischen Ozean gesprochen. Ein Grossteil davon entfällt auf den Kanton Genf: Er will 2 Millionen zur Verfügung stellen.